Praxisbaustein 2 Deutsch als Zweitsprache in Mecklenburg-Vorpommern
Praxisbaustein 2

Im Mathematikunterricht wird nicht gepiekt, geschlagen und gestochen, sondern "in A der Winkel a gezeichnet und eine Zirkelspanne abgetragen".

Dieser Praxisbaustein zeigt, wie Alltagssprache, Bildungssprache und Fachsprache im Fachunterricht ineinandergreifen und entwickelt werden können und müssen. Dabei wird deutlich, dass das, was in den Rahmenplänen gefordert wird, "Sachverhalte, Erkenntnisse, Erscheinungen etc. in angemessener Sprache zu beschreiben", sich nicht von alleine herstellt, sondern geplant und bearbeitet werden muss. Was ist eine angemessene Sprache im Fachunterricht? Welchen sprachlichen Erwartungshorizont hat der jeweilige Fachlehrer von einer zufriedenstellenden Antwort? Wie werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, diesem sprachlichen Erwartungshorizont gerecht zu werden? Dies wird an einem Beispiel aus dem Mathematikunterricht der 7. Klasse beschrieben. Im Anschluss an das Praxisbeispiel finden Sie einen Beitrag über die sprachlichen Lernziele des naturwissenschaftlichen Unterrichts mit einem Planungsraster. Es wird dargestellt, welche Merkmale das Sprachregister "Bildungssprache" bestimmen und wie diese im Unterricht entwickelt werden können. Im letzten Kapitel und im Serviceteil finden Sie eine Reihe von Anregungen und Kopiervorlagen für die sprachliche Förderung von Aufgaben- und Textverständnis, die das Netzwerk "Ganztagsschule der Vielfalt" in seinem Unterricht erprobt hat.